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Willkommen auf der Website der Freunde des Militärtechnischen Instituts “Anton Ackermann” der NVA.

Vorbemerkung: Dies ist fast 20 Jahre nach der Schließung des MTI naturgemäß keine offizielle Website des MTI . Die Leistungen aber auch das kulturelle Leben der MTI Mitarbeiter sollten aber nicht der Vergangenheit anheimfallen.

Das erste Treffen der früheren MTI Mitarbeiter fand am 17.10.08 in Königs Wusterhausen statt.

Historie

Das Militärtechnische Institut wurde auf Befehl Nr. 83/75 des Ministers für Nationale Verteidigung mit Wirkung vom 01. Nov. 1975 aufgestellt und war anfangs provisorisch im GAR 39 in Berlin Wilhelmshagen untergebracht. Am 21.3.1977 erfolgte die Grundsteinlegung für den Bau des Institutsgeländes in Königs-Wusterhausen. Ab 9.10.1978 galt Königs-Wusterhausen als Arbeitsort.

Oberst Rolf Wagner bei der Begrüßung des Ministers für Nationale Verteidigung Armeegenerak Heinz Hoffmann
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OSL Rolf Wagner bei der Begrüßung des Ministers für Nationale Verteidigung Armeegeneral Heinz Hoffmann aus Anlass der Einweihung des MTI 1978 in Königs-Wusterhausen

Aber auch sonst ließen sich gern Gäste im MTI blicken.

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Mitarbeitererzeichnis des MTI

Das Passwort kann bei Klaus Wagner wagner@sbs-softwaresysteme.de angefordert werden.

Das MTI war neben der Führung in vier Fachbereiche gegliedert: Maschinenbau, E-Technik/ Elektronik, Chemie, Erprobung. 

Strukturschema von 1989

Die Aufgabe des MTI bestand in der Durchführung militärischer Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sowie der Erprobung sämtlicher für den Einsatz vorgesehener Bekleidung und Ausrüstung. Das Institut wurde im Mai 1990 aus der NVA ausgegliedert und am 3.10.1990 aufgelöst. Die Mehrzahl der Mitarbeiter wechselten zur BAM bzw. PTB.

Zitat Generalleutnant a. D. Dipl.-Ök. Ulrich Gall, der damals beim Stellvertreter des Ministers und Chef Technik und Bewaffnung Generaloberst Fleißner die Verwaltung Beschaffung leitete:

Erinnerungen an den Dienstbereich Technik und Bewaffnung des Ministeriums für Nationale Verteidigung.

Seit Gründung der NVA wurde militärtechnische Forschung und Entwicklung betrieben.

Dazu unterstanden bis 1961 dem MfNV eine Reihe von Instituten, die in der Lage waren, Forschungen, Entwicklungen und Erprobungen durchzuführen: Aber nach der Abgabe dieser Einrichtungen verfügte das MfNV nicht mehr über die Möglichkeit, in eigenen Einrichtungen selbst militärtechnische Forschungen und Entwicklungen durchzuführen, sondern musste sich darauf beschränken, auf der Grundlage der staatlichen Pläne Wirtschaftsverträge mit Instituten und Betrieben über notwendige wissenschaftlich- technische Arbeiten abzuschließen.

Das war auf die Dauer nicht haltbar und so wurde 1975 das Militärtechnische Institut der NVA (MTI) gegründet und dem SMCTB unterstellt. Mit dem Aufbau des MTI, zu dem auch ein großes Erprobungsgelände mit einer alle Anforderungen erfüllenden Kfz-Erprobungsbahn gehörte, wurden durch eine Reihe hochqualifizierter und engagierter Offiziere und ziviler Mitarbeiter praktisch aus dem Nichts und auf der grünen Wiese die Voraussetzungen für eigene wissenschaftlich-technische Leistungen geschaffen. Möglich wurden eigene Forschungen, Entwicklungen, Erprobungen sowie wissenschaftlich fundierte Aufgabenstellungen für Vertragsabschlüsse mit der Industrie und der Akademie der Wissenschaften. Mit dem Aufbau dieses Institutes war auch die Absicht verbunden, den Beitrag der DDR bei der Entwicklung neuer Technik im Rahmen des Warschauer Vertrages spürbar zu erhöhen. Gerade unter den Bedingungen der raschen Entwicklung der Elektronik, insbesondere der Steuer-, Regel- und Informationstechnik und auch der Notwendigkeit, möglichst schnell auf neue Militärtechnik und Kampfmittel der NATO zu reagieren, war die Entscheidung zum Aufbau des Instituts richtig, wenn sie auch zweifellos zu spät getroffen worden ist.

MTI in Königs Wusterhausen Luftbild nur für GVS Berechtigte

Bis 1978 war das MTI provisorisch in Baracken des Grenzausbildungsregiments 39 in Berlin untergebracht. Die miltärwissenschftlich- technische Arbeit begann früh um 7 Uhr mit dem Heizen der Kachelöfen. Das MTI bestand damals aus zwei Handvoll Offizieren unter Leitung von Professor Generalmajor Dr. sc. techn., Dr. Ing. Karl-Heinz Müller (der Professor und der Dr.sc. kamen später hinzu) und aus Zivilbeschäftigten (ZB) der früheren Erprobungsstellen der NVA, sowie den ZB, die gerade ihr Studium oder ihre Promotion abgeschlossen hatten. Das MTI gliederte sich in drei Fachbereiche und der Führung, 1980 kam der Erprobungsbereich hinzu.

Da das MTI für die meisten ZB die erste Arbeitsstelle nach dem Studium war, und viele von uns deshalb nach Berlin zogen, entstand teilweise eine sehr kameradschaftliche und auch familiäre Verbindung . 1978 zog das Institut dann schrittweise in die neu erbauten Institutsgebäude in Königs-Wusterhausen. Damit wurde für viele auch der Traum nach einer modernen Plattenbauwohnung wahr.

Das MTI wurde im März 1990 aus dem Bestand der NVA ausgegliedert und zum „Institut für Produktprüfung und Industrietoxikologie“ (IPI). Im Oktober 1990 übernahm die Bundesanstalt für Materialprüfung das Institut zur Abwicklung.

   Hier ein paar Artikel aus den Zeiten des IPI

   IPI Angebotskatalog    Zeitungsberichte

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